Weniger Testosteron durch Vaterschaft

Testosteron gilt als das „Männlichkeitshormon“ schlechthin. Es soll die Libido fördern, den Muskelaufbau und auch die Attraktivität der Männer auf Frauen. Nun haben Forscher herausgefunden, das Väter nach der Geburt ihrer Kinder deutlich weniger Testosteron produzieren, als vor Ihrer Vaterschaft.

Wie der Focus berichtet, verändert die Vaterschaft den Hormonhaushalt eines Mannes offenbar überaus deutlich: So soll die Produktion von Testosteron um über 25% zurückgehen. So sehen zumindest die Ergebnisse aus, die ein internationales Forscherteam im Fachmagazin „Proceedings of the National Academy of Sciences“ veröffentlicht haben. Besonders deutlich sei dies bei Männern zu beoachten gewesen, die sich besonders aktiv und regelmäßig um ihr Kind gekümmert haben. Das Forscherteam um Christopher Kuzawa von der Northwestern University in Evanston meinen hierzu:

„Frühere Studien konnten nicht klären, ob wirklich die Vaterschaft selbst den Testosteronspiegel senkt oder ob die Männer wahrscheinlicher Vater werden, die ohnehin weniger von diesem Geschlechtshormon besitzen.“

Nun sei es erstmals belegt, dass es die Vaterschaft ist, die diesen Effekt auslöst. Dies habe man an 465 phillipinischen Probanden festgestellt.


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